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Dunaújváros (deutsch Neustadt a.d. Donau, bis 1951
Dunapentele, bis 1961 Sztálinváros) ist eine Stadt mit Komitatsrecht im
ungarischen Komitat Fejér.
Die Stadt befindet sich am rechten Ufer der Donau 67 km südlich von Budapest auf
einer Fläche von 5266 ha und hatte im Jahr 2001 53.036 Einwohner.
Städtefreundschaft: Neustadt ist Mitglied der größten internationalen
Städtefreundschaft Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa, in der sich 36 Städte
und Gemeinden (Stand: 09-2008) mit Namen Neustadt aus Deutschland, Österreich,
Ungarn, Tschechien, Polen und der Slowakei zusammengeschlossen haben.
Städtepartnerschaft mit Coventry im Vereinigten Königreich.
Geschichte: Die Gegend ist seit der Bronzezeit besiedelt. In der
Römerzeit befand sich hier die Stadt Intercisa. Das dazugehörige Fort (castrum)
zum Schutz des pannonischen Limes war vom frühen 2. Jahrhundert bis zum 5.
Jahrhundert belegt.
Auch in der Folge war der Ort stets bewohnt; so existieren Ausgrabungen aus der
Zeit der ungarischen Landnahme im frühen 10. Jahrhundert, und schon in der
Árpádenzeit ist eine Kirche bezeugt, die dem heiligen Pantaleon geweiht war und
der Siedlung den Namen (Duna-)Pentele gab.
Während der Türkenherrschaft von 1541 bis 1688 war der Ort nur für 15 Jahre
verödet und blieb in der Folge ein unbedeutendes Landstädtchen, das noch 1949
erst 3949 Einwohner hatte.
Ende 1949 beschloss das Zentralkomitee der ungarischen Kommunisten, in
Dunapentele ein gigantisches Eisenhütten-Kombinat mit einer dazugehörigen
Arbeitersiedlung aus dem Boden zu stampfen. Im Gefolge des Personenkults um
Stalin sollte diese sogenannte erste sozialistische Stadt Ungarns den Namen des
sowjetischen Diktators tragen: ungarisch Sztálinváros (deutsch "Stalinstadt").
1961 wurde die Stadt jedoch in Dunaújváros umbenannt und trägt seither diesen
Namen.
Seit Gründung der Hochschule Dunaújváros im Jahre 1953 ist Dunaújváros eine
Studentenstadt, und in neuerer Zeit macht die Stadt durch ihre neue
Infrastruktur und das neue Werk des südkoreanischen Unternehmens Hankook auf
sich aufmerksam, das hier seine größte europäische Reifenfabrik errichten wird.
Sport: Die Fußball-Mannschaft des Dunaújváros FC spielt zurzeit in der
Nemzeti Bajnokság II, der 2. Liga Ungarns. Sehr erfolgreich sind zudem die
Handballer von Dunaferr SE. Die Wasserballerinnen von Dunaújvárosi VSE zählen
seit Jahren zu den Topvereinen im Lande des zweimaligen Weltmeisters, wurden
mehrmals ungarischer Meister und haben auch Medaillen in den
Europapokalwettbewerben gewonnen. |