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Es werden täglich mehr erfasste Ortschaften... :-)

Ungarn (ungarisch Magyarország), amtlich Republik Ungarn
(ungarisch Magyar Köztársaság) ist ein Staat in Mitteleuropa, der zum Großteil
im Pannonischen Becken liegt. Nachbarstaaten sind Österreich, die Slowakei, die
Ukraine, Rumänien, Serbien, Kroatien und Slowenien. Ungarn ist seit dem 31.
Oktober 1918 wieder ein eigenständiger Staat und seit dem 1. Mai 2004
Mitgliedstaat der Europäischen Union (siehe EU-Erweiterung 2004). Die Länge der
Außengrenze beträgt 2.009 km. Davon entfallen auf Österreich 366 km, die
Slowakei 515 km, die Ukraine 103 km, Rumänien 443 km, Serbien 151 km, Kroatien
329 km und Slowenien 102 km.
Staats- und
Landesname: Die Eigenbezeichnung der Ungarn weicht stark von den
ausländischen Namen für Ungarn ab. magyar taucht schon im 9. und 10.
Jahrhundert in islamischen Quellen auf und ist wahrscheinlich ein Kompositum aus
magy (< ugrisch *mańcε = "Mensch, Mann, Geschlecht") und er(i) (ebenfalls
"Mensch, Mann, Geschlecht"). Der Name bezeichnete anfangs nur einen von sieben
halbnomadischen Stämmen, die im 9. sowie im beginnenden 10. Jahrhundert
räuberische Überfälle in Europa, vor allem in Großmähren, unternahmen. Diese
Stämme hießen Megyer (Magyar), Tarján, Jenő, Kér, Keszi, Kürt-Gyarmat und Nyék.
Gegen Ende des 10. Jahrhunderts ist es dem Stamm der Magyaren - das heißt den
Nachkommen Árpáds - gelungen, die restlichen Stämme unter seiner Oberherrschaft
zu vereinigen. Von da an kann von Magyaren (wenn auch noch nicht im ethnischen
Sinne) gesprochen werden.
Der Name "Ungarn" gelangte aus dem Slawischen in die europäischen Sprachen. Das
slawische Wort lässt sich auf die bolgarotürkische Stammesbezeichnung onogur (on
= "zehn" + ogur = "Stamm") zurückführen, die dadurch entstand, dass die
Vorfahren der Ungarn im 5. und 6. Jahrhundert in enger Verbindung mit dem Reich
der Onoguren lebten, dessen führender Stammesverband "Onoguren" hieß. Das "H-"
im lateinischen hungarus (und dadurch auch in manchen anderen Sprachen) entstand
dadurch, dass der Name irrtümlicherweise mit den Hunnen (Hunni) gleichgesetzt
wurde.
Das Königreich Ungarn, das in wechselnden Grenzen von 1001 bis 1918 bestand,
heißt auf ungarisch Magyar Királysag, was als wörtliche Übersetzung sowohl
"Ungarisches Königreich" als auch "Magyarisches Königreich" bedeutet. Die
Tschechen, Slowaken, Slowenen, Kroaten und Serben dagegen, deren Angehörige ganz
oder teilweise in bzw. in unmittelbarer Nachbarschaft zu diesem Vielvölkerstaat
lebten, unterscheiden in ihren Sprachen bei der Staats- und Volksbezeichnung
jedoch zwischen "ungarisch" und "magyarisch". Für den Vielvölkerstaat vor 1918
werden daher Bezeichnungen ohne ethnische Zuordnung verwendet: Uhersko
(tschechisch), Uhorsko (slowakisch), Ogrska (slowenisch) und Ugarska/Угарска
(kroatisch/serbisch). Der magyarische Nationalstaat, wie er nach 1918 entstand,
wird in diesen Sprachen dagegen, den ethnisch magyarischen Charakter
widerspiegelnd, Maďarsko (tschechisch und slowakisch), Madzarska (slowenisch)
bzw. Madarska/Маhарска (kroatisch/serbisch) genannt.
Geographie: Donau und Theiß teilen Ungarn in das westliche Transdanubien
mit der Kleinen Ungarischen Tiefebene (ungarisch Kisalföld) und der Großen
Ungarischen Tiefebene (ungarisch Alföld). Die fruchtbare Kleine Ungarische
Tiefebene im Nordwesten Ungarns besteht hauptsächlich aus dem Becken von
Győr
(Raab). Die abwechslungsreiche Landschaft wird bestimmt durch leicht welliges
Terrain, kleine Hügel und zerschnittene Platten. Durch fruchtbare Lössböden und
auf Grund des milden Klimas kann intensiv Landwirtschaft betrieben werden.
Die Große Ungarische Tiefebene nimmt nahezu die Hälfte des gesamten
Staatsgebiets Ungarns ein. Sie ist eine ebene, weiträumige Fläche und ist mit in
vorgeschichtlicher Zeit aufgeschütteten Geröllen und Sanden bedeckt. Das Alföld
ist entlang der Theiß von Auenlandschaften durchzogen und mit einzelnen
Waldinseln durchsetzt. Die Trockenlegung der Auen und die Rodung der Wälder
haben zur zunehmenden Versalzung der Böden geführt. So entstand die typische
Puszta mit Ziehbrunnen, Einzelgehöften und extensiver Weidewirtschaft. Aufgrund
aufwendiger Bewässerungsmaßnahmen entstanden fruchtbare Böden, die den Anbau von
Tabak, Mais und Sonnenblumen ermöglichen.
Der Nationalpark Hortobágy wurde geschaffen, um die ursprüngliche
Puszta-Landschaft zu schützen.
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