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Szeged (deutsch auch Szegedin, die
deutsche und serbische Minderheit in der Region verwenden manchmal die
Schreibweise Segedin, die rumänische Minderheit nennt die Stadt Seghedin) ist
eine Großstadt in Ungarn. Sie ist mit rund 164.000 Einwohnern die viertgrößte
Stadt Ungarns und liegt an dessen Südgrenze nahe dem Dreiländereck mit Serbien
und Rumänien an der Mündung des Flusses Marosch (ungarisch Maros) in die
Theiß (ungarisch Tisza). Sie ist der Komitatssitz des Komitats Csongrád. Neben der
Intercity-Bahnverbindung ist die Stadt auch über die Autobahn M5 von dem rund
170 km entfernten Budapest zu erreichen. Szeged ist die sonnenreichste Stadt
Ungarns. Über 2000 Sonnenstunden pro Jahr haben der Stadt den Beinamen "Stadt
der Sonnenstrahlen" beschert.
Geografische Lage: Szeged liegt in Südungarn und im südlichen Teil der
Großen Ungarischen Tiefebene am Unterlauf der Theiß, die etwa 120 km südlich von Szeged auf dem Gebiet Serbiens in der Vojvodina in die Donau mündet. An der
östlichen Stadtgrenze mündet der Marosch in die
Theiß.
Auf dem Stadtgebiet liegen zwei größere und ca. 15 kleine Seen. Die zwei großen
Seen (Fehér-tó und Sándorfalvi halastó) befinden sich im Norden des
Stadtgebietes. Einige der kleineren Seen sind künstlich angelegt, z. B. für den
Kanusport.
Stadtteile und Bezirke:
Szentmihály
Gyálarét
Kiskundorozsma
Iparváros
Kecskéstelep
Klebelsbergtelep
Alsóváros
Móraváros
Béketelep
Rókus
Makkosház
Baktó
Tarján
Belváros
Újszeged
Tápé
Petőfitelep
Szőreg
Forráskút
Nachbargemeinden:
Zsombó
Szatymaz
Algyő
Domaszék
Klima: Es herrscht ein gemäßigtes kontinentales Klima mit geringen
Niederschlägen, heißen Sommern und kalten Wintern. Der kälteste Monat ist der
Januar (durchschnittlich -1,4 °C), der wärmste ist der Juli (+23,0 °C). Mit
durchschnittlich 2100 Sonnenstunden im Jahr ist die Region um Szeged die
sonnenreichste Region in Ungarn.
Geschichte: Die ältesten menschlichen Zeichen stammen von Mammutjägern
aus der letzten Eiszeit um 24.000 v.Chr. Damals siedelten sie auch in der Gegend
von Szeged und an der Theiß. Allerdings gehen die ersten Funde durch Archäologen
erst auf die Jungsteinzeit vor ca. 5.000 v.Chr. zurück.
Szeged wurde von den Römern gegründet und trug den Namen Partiscum. Aufgrund von
Ausgrabungen wird angenommen, der Hunnenkönig Attila habe hier einen Stützpunkt
gehabt. Dank seiner günstigen Lage gab es auf diesem Gebiet schon vor
Jahrtausenden menschliche Siedlungen.
In der Römerzeit wurde auf den durch das heutige Szeged laufenden Wasser- und
Landwegen Salz, Gold und Holz befördert. Die Ungarn haben sich nach der
Landnahme im 10. Jahrhundert angesiedelt. Die erste glaubwürdige urkundliche
Angabe über die Stadt stammt aus dem Jahre 1183, in dem Szeged (Ciggedin) als
Zentrum des ungarischen Salztransportes erwähnt wird. Nachdem Szeged während des
Mongolensturms 1241 niedergebrannt worden war, baute man die Stadt wieder auf
und befestigte sie mit einer Burg. Unter anderem durch seine Salzproduktion
wurde Szeged seit dem 13. Jahrhundert zu einem Handelszentrum.
Im Jahre 1247 ernannte König Béla IV. Szeged zu einer Stadt. 1498 wird sie zur
Königlichen Stadt erhoben. 1526 wurde sie von den Türken geplündert und
niedergebrannt. Die Türkenherrschaft dauerte 143 Jahre und endete 1686, als die
Stadt und die Burg von den österreichischen kaiserlichen Heeren zurückerobert
wurde. Während des Freiheitskampfes gegen die Habsburger (1848-1849) fungierte
Szeged für kurze Zeit als Hauptstadt des Landes.
Ein katastrophales Hochwasser im Jahr 1879 zerstörte die Stadt zu 95 %. Von den
rund 6000 Häusern blieben nur 300 von der Überschwemmung verschont. Die Stadt
wurde mit internationaler Hilfe wieder aufgebaut, wobei praktisch alles neu
geplant und angelegt wurde. Dadurch erklärt sich die Struktur der Straßen der
Stadt mit Ringen und strahlenförmigen Wegen. Die Ringstraßen tragen heute die
Namen der Städte, die beim Wiederaufbau geholfen haben. Mit seinem
einheitlichen, eklektizistischen Stadtbild, den Palästen der Innenstadt sowie
den großzügigen Parks und Plätzen erhielt Szeged den Charakter einer modernen
europäischen Stadt.
Nach dem Hochwasser legten die Bürger von Szeged ein Gelübde ab: Sollte Ihre
Stadt wieder aufgebaut werden, so wollten sie ein großes Gotteshaus errichten.
1880, ein Jahr nach dem zerstörerischen Hochwasser, wurde der Bau beschlossen.
Der Grundstein wurde 1914 gelegt, vollendet wurde der Dom im Jahre 1930. Er ist
die viertgrößte Kirche in Ungarn und die einzige Kathedrale, die in Ungarn im
20. Jahrhundert errichtet wurde. Auf dem Domplatz finden seit 1931 alljährlich
die Segediner Freilichtspiele statt.
Um die Jahrhundertwende begann ein schneller Aufschwung auf allen Gebieten.
Handel und Gewerbe blühten auf, Schulen wurden gebaut, neue Ämter und
Institutionen etablierten sich. 1921 wurde die Universität Klausenburg, 1923
bzw. 1931 der Bischofssitz des Bistums Csanád aus Temesvár, 1928 die
Pädagogische Hochschule Pest nach Szeged verlegt. Der 1913 begonnene, durch den
Ersten Weltkrieg unterbrochene Bau des Doms wurde 1930 beendet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem hauptsächlich die Brücken zerstört worden
waren, begann die erneute Entwicklung der Stadt. In den 1960er Jahren werden
zahlreiche neue Wohnungen gebaut, die Lebensmittelindustrie (Salamiherstellung,
Paprikaverarbeitung, Konservenindustrie) wurde zum bedeutendsten Industriezweig
Szegeds.
Heute ist Szeged ein Zentrum der Wirtschaft, Kultur und Wissenschaften. Mit den
kürzlich unter einem Dach zusammengeführten Universitäten und Hochschulen sowie
vielen Gymnasien unterschiedlicher Spezialisierung gehört sie zu den fünf großen
Studienzentren Ungarns. Die Anzahl der Schüler und Studenten kommt der
Bevölkerung einer mittelgroßen ungarischen Stadt gleich. Neben seinen im Sommer
organisierten Freilichtspielen, internationalen Messen, Ausstellungen und
Sportereignissen ist Szeged auch im Kreise der Gastronomie-Liebhaber bekannt.
Bevölkerung: 2002 waren bei einer Einwohnerzahl von 163.699 93,5 %
Magyaren, 0,7 % Sinti, Roma und verwandte Gruppen, 0,6 % Deutsche, 0,5 % Serben,
0,2 % Rumänen, 0,2 % Slowaken, 0,1 % Kroaten, 5,9 % andere Nationalitäten.
Wirtschaft: Szegeds Wirtschaft zeichnet sich vor allem durch die
Lebensmittelproduktion aus. Die wichtigsten Produkte, die auch exportiert
werden, sind Salami, der weltberühmte Szegediner Paprika (scharf oder edelsüß)
und Konserven. Die Firma Pick ist eines der erfolgreichsten und wohl auch im
Ausland bekanntesten ungarischen Unternehmen, das vor allem durch die
Salamiproduktion berühmt geworden ist. Es ist für Szeged eines der wichtigsten
Unternehmen, da Pick auch ein Förderer der Kultur und des Sports in Szeged ist.
Eine neue Produktgruppe bilden Salami- und Wurstwaren aus dem Fleisch des
ungarischen Mangaliza-Schweines.
Verkehr: Im Stadtgebiet überqueren zwei Brücken die Theiß. Im östlichen
Teil Szegeds verbindet die Bertalan híd die Római krt. (körút, also eine der
Ringstraßen) mit der in Neu-Szeged liegenden Temesvári krt. Etwa 500 m westlich
davon verbindet die Belvárosi híd den Roosevelt tér mit dem in Neu-Szeged
liegenden Torontál tér. Beide Brücken tragen seit einer Entscheidung des
Stadtrates im Mai 2001 ihre jetzigen Namen. Der bisherige Rasenflugplatz ist zu
einem internationalen Flughafen Szeged ausgebaut worden und sollte eigentlich
schon im September 2007 eröffnet werden. Eigentumsrechtliche Gründe stehen
diesem Vorhaben allerdings noch im Weg. Bestandteile des Ausbaus sind u. a. ein
neuer, betonierter Rollweg, Landebahnbefeuerung sowie ein den EU-Richtlinien
entsprechendes Terminal.
Fernverkehr: Mit dem InterCity gibt es eine direkte Verbindung nach
Budapest. Außerdem fahren in verschiedenen Richtungen Regionalzüge, unter
anderem zu der ca. 50 Kilometer entfernten nordserbischen Stadt Subotica. Mit
dem grenznahen Rumänien gibt es seit 1920 keine Schienenverbindung mehr. Neben
dem Fernverkehrsbahnhof befinden sich mit Újszeged vá. und Rókus vá. noch zwei
weitere Bahnhöfe auf dem Stadtgebiet.
Nahverkehr: Das öffentliche Verkehrsnetz in Szeged ist recht gut
ausgebaut. In der Stadt verkehren Busse, Straßenbahnen und auch Trolleybusse
(Oberleitungsbusse). Die meisten öffentlichen Verkehrsmittel verkehren zwischen
4:00 Uhr und 23:00 Uhr.
Unterhalten wird der öffentliche Nahverkehr in Szeged von zwei Unternehmen, den
Szegediner Verkehrsbetrieben (ungarisch: SzKT Szegedi Közlekedési Társasag) und
Tisza Volán. SzKT unterhält das Straßenbahnnetz sowie die Trollybusslinien. Tiza
Volán stellt die Busverbindungen innerhalb und außerhalb Szegeds.
Nach der großen Flut 1879, als das Verkehrsaufkommen wieder anstieg, wurde klar,
dass die eingesetzten Omnibusse zu ineffizient wurden. So begann am 1. Juli 1884
ein Unternehmen, woraus sich später das SzKT entwickeln sollte, erste
Pferdeomnibuse einzusetzen. Bereits ein Jahr später, 1885, wurden so über
300.000 Fahrgäste in Szeged befördert.
Die erste Straßenbahn wurde am 1. Oktober 1908 in Szeged eingesetzt um Menschen
und Güter zu befördern. Einen schweren Rückschlag musste die neu eingeführte
Technik im ersten Weltkrieg hinnehmen. Einige Linien wurden eingestellt, zwei
Fahrzeuge mussten aus Geldmangel verkauft werden. Außerdem wurde auch der
Fahrplan ausgedünnt.
Den zweiten Weltkrieg überstand das Netz praktisch unbeschadet, auch wenn in den
letzten Kriegstagen der Verkehr eingestellt werden musste. 1955 wurde die erste
Buslinie gebaut. Es war geplant, dass die vorhanden Busse das zweite Standbein
hinter der Straßenbahn in Szeged sein sollten. Doch die Buslinien wurden
wesentlich populärer als die Straßenbahnen. 1963 wurde der Busverkehr von der
neu gegründeten Tisza Volán übernommen.
Die ersten Oberleitungsbusse wurden am 29. April 1979 in Szeged eingesetzt,
wodurch die Bedeutung der Straßenbahn weiter abnahm. Dies resultierte auch
daher, dass die eingesetzten Wagen der Straßenbahn kaum erneuert wurden. 1996
kaufte man schließlich 13 Straßenbahnwagen der Firma Tatra, um das marode
gewordene Straßenbahnnetz aufzuwerten. Zwischen 2000 und 2001 wurde auch der
Fuhrpark der Oberleitungsbusse von SzKT durch Neueinkäufe erweitert und
erneuert. 2005 entschloss man sich, durch die Anschaffung gebrauchter
Tatra-Wagen aus Deutschland die alten FVV-Wagen der Straßenbahn größtenteils zu
ersetzen.
Heute umfasst das Öffentliche Verkehrsnetz von Szeged 42 Buslinien, 3
Straßenbahnlinien und 4 Buslinien für Oberleitungsbusse. Außer Szeged haben nur
noch drei weitere Städte in Ungarn, (Budapest, Miskolc und Debrecen) eine
Straßenbahn. Oberleitungsbusse findet man außer in Szeged nur noch in Budapest
und Debrecen.
Sehenswürdigkeiten:
Szeged bildet mit seinen historischen Gebäuden und Plätzen einen Anziehungspunkt
für Touristen, die vornehmlich aus Europa und Amerika kommen.
Einer der schönsten Plätze Szegeds ist der Széchenyi tér (tér = "Platz") mit dem
im Jugendstil errichteten Rathaus (városháza) im Stadtzentrum. Mit seinen
Grünflächen, Statuen und Brunnen lädt er zum Flanieren ein und wird von der
Stadt regelmäßig als Veranstaltungsgelände genutzt.
Südlich des Széchenyi tér schließt sich die Kárász utca (utca = "Straße") an,
die größte Einkaufsstraße Szegeds, die über den Klauzál tér in den Dugonics tér
mündet.
Am Klauzál tér befindet sich eines der bekanntesten und größten Kaffeehäuser
Szegeds, das Virág-kávéház. Dort hielt Lajos Kossuth vom Balkon des
Kárász-Hauses 1849 seine letzte Rede in Ungarn, bevor er ins Exil ging. Auf dem
Dugonics tér fällt der erste Blick auf dem im Mittelpunkt des Platzes
angeordneten Brunnen mit seinem Wasserspiel und dem ebenfalls im Jugendstil
errichteten Verwaltungsbäude der Universität.
Südöstlich vom Dugonics tér liegt der bekannteste Platz Szegeds, der Dóm tér.
Schon von weitem sichtbar ist die anliegende Votivkirche, deren Bau ein Jahr
nach dem Jahrhunderthochwasser von den Ratsherren Szegeds beschlossen wurde.
Beim Bau wurden die Grundmauern des Demetrius-Turms entdeckt, der nach seiner
Restauration noch heute zu besichtigen ist und als ältestes Gebäude Szegeds
gilt. Eingerahmt wird der Platz von der Nationalen Gedenkhalle (dem Pantheon) wo
durch Statuen, Büsten und Tafeln berühmte Personen des öffentlichen, politischen
und wissenschaftlichen Lebens Ungarns geehrt werden. Eine weitere Besonderheit
ist die Musikuhr, die sich über dem nördlichen Zugang des Platzes befindet und
jeweils um 12:15 Uhr und um 16:15 Uhr für neun Minuten ihr Glocken- und
Figurenspiel erklingen lässt. Im Sommer werden im Rahmen der „Szegediner
Freilichtspiele“ hier Stücke der Oper- und Dramenliteratur aufgeführt, aber auch
Folkloreabende veranstaltet. Gegenüber der Votivkirche liegen das Bischöfliche
Palais und das Gebäude der Universität. Am Nordende des Dóm tér liegt die
serbisch-orthodoxe Kirche, die 1773-1778 erbaut wurde. In ihr befindet sich eine
aus Birnbaumholz geschnitzte Rokoko-Ikonostase mit 80 Ikonen von Jován Popovics.
In Richtung Theiß und dann nördlich zur Belvárosi híd schließt sich der
Roosevelt tér an. Dort steht das Ferenc-Móra-Museum, dessen Gründer der
ungarische Schriftsteller Ferenc Móra ist. In den Hallen des Museums sind
Ausstellungen zur Frühgeschichte der Region sowie Exponate zu archäologischen
Funden der Awarenzeit zu besichtigen, aber auch Ausstellungen zur Bildenden
Kunst, Naturwissenschaften, Apotheken, Volkskunst des Komitats Csongrád sowie
eine Gedenkausstellung zu Ferenc Móra (1879-1934) sind dort zu finden. Nicht
weit davon entfernt liegt das Nationaltheater in der Deák Ferenc utca 12, das
1883 im neobarocken Stil errichtet wurde.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind unter anderem:
Déry-Haus:
Dort befindet sich eine Dauerausstellung mit Werken des Graphikers János Kass.
Fogadalmi-Kirche (Neoromanik, 1913-1930)
Ferences-Kirche (Gotik, 15. Jahrhundert)
Minorita-Kirche (Barock, 18. Jahrhundert)
Neue Synagoge
nach Plänen von Lipót Baumhorn
Sternwarte
Wildpark
Botanischer
Garten
Bildung, Wissenschaft und Forschung:
Die zwei bekanntesten Gymnasien (das Ságvári Endre Gyakorló Gimnázium und das
Radnóti Endre Gimnázium) zählen zu den 15 besten des Landes. Szeged ist ein
Anziehungspunkt für viele tausend Studenten und Studentinnen aus ganz Ungarn und
aus anderen Ländern, darunter auch viele internationale Mediziner.
62 Kindergärten
32 Grundschulen
18 Gymnasien
Universität Szeged (ungarisch Szegedi Tudományegyetem)
Die Universität ist aus den folgenden ehemals eigenständigen Hochschulen
hervorgegangen:
Attila-József-Universität (ungarisch József Attila Tudományegyetem, kurz JATE)
Medizinische Universität „Albert Szent-Györgyi“ (ungarisch Szent-Györgyi Albert
Orvostudományi Egyetem, kurz SZOTE)
Pädagogische Hochschule „Gyula Juhász“ (ungarisch Juhász Gyula Tanárképző
Főiskola).
Zur Universität gehören ferner die Fachhochschule für Lebensmittelindustrie
Szeged, die Fachhochschule für Landwirtschaft in Hódmezővásárhely sowie das
Konservatorium.
Städtepartnerschaften:
Rachiw in der
Ukraine (seit 1939) Târgu Mureş in Rumänien (seit 1997)
Odessa in der
Ukraine (seit 1956) Lüttich in Belgien (seit 2001)
Nizza in
Frankreich (seit 1969) Kotor in Montenegro (seit 2002)
Turku in
Finnland (seit 1971) Łódź in Polen
Cambridge in
England (seit 1987) Subotica in Serbien
Timişoara in
Rumänien (seit 1988) Weinan in China
Parma in
Italien (seit 1988) Larnaka auf Zypern
Darmstadt in
Deutschland (seit 1990) Pula in Kroatien
Toledo in
Ohio, USA (seit 1990)
Persönlichkeiten: Albert Szent-Györgyi wird, obwohl er in Budapest
geboren wurde, häufig mit Szeged in Verbindung gebracht. Für die Stadt ist er
einer der bedeutendsten Persönlichkeiten und wurde als Namensgeber der
Universität Szeged ausgewählt. Viele Jahre seines Lebens lehrte er an dieser
Hochschule und hatte auch das Rektoramt inne. International machte er sich durch
seine Entdeckungen auf dem Gebiet der biologischen Verbrennungsprozesse einen
Namen, besonders in Bezug auf das Vitamin C und die Katalyse der Fumarsäure.
Damit gilt er als der Entdecker des Vitamin C. Auf Grund dieser Forschungen
erhielt er schließlich 1937 den Nobelpreis für Medizin.
Vilmos Zsigmond ist eines der weniger bekannten „Kinder“ der Stadt. Geboren
wurde er 1930 in Szeged, wo er auch später den Einmarsch der Roten Armee 1956
miterlebte und mit seinem Fotoapparat dokumentierte. Später floh er in die USA
und arbeitete dort als Kameramann in zahlreichen Filmen. 1978 gewann er
schließlich den Oscar als bester Kameramann für Steven Spielbergs Unheimliche
Begegnung der dritten Art.
Adrián Zsolt Annus soll hier noch als einer der jüngeren Szegediner Erwähnung
finden. Er gilt als einer der weltbesten Hammerwerfer, was er unter anderem bei
den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2003 in Paris unter Beweis stellte, wo er
den Vize-Weltmeistertitel holte. Ein Jahr später 2004 bei den Olympischen
Spielen in Athen gewann Annus den Hammerwurf-Wettkampf. Allerdings wurde ihm
dieser Titel wieder aberkannt, da er sich den Dopingkontrollen verweigerte.
Weitere interessante Persönlichkeiten sowie Ehrenbürger der Stadt befinden sich
in der Liste der Szegediner Persönlichkeiten.

Szeged: Luftaufnahme
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