|
Szolnok (dt. Sollnock) ist eine Stadt
in Ungarn. Es ist der Komitatssitz des Komitats
Jász-Nagykun-Szolnok und hat
selbst die Rechte eines Komitats.
Es hat (Stand 2009) 78.000 Einwohner, von denen sich 33.100 als katholisch
deklarieren und 35.589 konfessionslos sind.
Geographie: Szolnok liegt im Zentrum des Komitats an der Mündung der
Zagyva in die Theiß und erstreckt sich über 18.723 ha.
Geschichte: Um 1030 wird in Szolnok die Burg des Komitatschefs gebaut und
nach dessen Namen Zounok benannt. Der Name der Stadt wird 1075 zum ersten Mal
erwähnt.
Von 1552 bis 1685 befand sich die Stadt unter türkischer Herrschaft.
In der Folge entwickelte sich die Stadt dank dem mit Flößen durchgeführten
Salztransport auf der Theiß zu einem Handelszentrum für Salz und
Holzverarbeitung.
Im 19. Jahrhundert wurde die Verkehrsinfrastruktur systematisch verbessert durch
die Theißregulation und den Eisenbahnbau (Linie Pest-Szolnok 1843 eröffnet). Im
Jahr 1881 hatte Szolnok 18.247 ungarische Einwohner, die Ackerbau, Gewerbe,
Fischerei und Handel mit Obst, Bauholz etc. trieben.
Aus Szolnok stammten die Vorfahren des Komponisten Joseph Haydn, die später ins
Burgenland auswanderten. Seit 1902 beherbergt Szolnok eine florierende
Künstlerkolonie.
Bis zum ersten Weltkrieg war die Stadt eine Garnison der Österreich-Ungarischen
Armee. Hier lag 1914 das I. Bataillon des Ungarischen Infanterie Regiments
"Freiherr von Reicher" Nr. 68.
Wirtschaft: Es existiert die Hochschule Szolnok für Handel und Wirtschaft
sowie ein Institut für die Ausbildung von Fliegeroffizieren.
Städtepartnerschaften: Seit 1969 besteht eine Städtepartnerschaft mit
Riihimäki in Finnland, seit 1990 auch mit Reutlingen in Deutschland. Außerdem
besteht Partnerschaft mit der Stadt Bonn. |