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Ortsteil St. Nikolaus:
St. Nikolaus ist ein Ortsteil von Güssing. Der
ungarische Ortsname ist Várszentmiklós, der
kroatische Sv. Mikula.
Aufzeichnungen zufolge geht die Besiedlung von
Sankt Nikolaus auf das Jahr 1545 zurück. In
diesem Jahr ließen sich 20 kroatische
Flüchtlinge aus Slawonien mit ihren Familien in
St. Nikolaus.
Im Jahr 1598 existierten nur 10 Häuser, von
denen die meisten im Jahr 1605 beim
Bocskay-Aufstand zerstört wurden.
Die Weingärten in St. Nikolaus wurden 1890 durch
die Reblaus zerstört. Die Reblaus wurde 1868 mit
Rebmaterial aus Nordamerika über Frankreich nach
Österreich eingeschleppt, breitete sich rasant
aus und vernichtete fast alle Bestände.
Die Kirche von St. Nikolaus bestand bereits 1545
und wurde die Kirche der Kroaten für das gesamte
Güssinger Gebiet, sowie der Kroaten von Groß-
und Kleinmürbisch, Krottendorf, Hasendorf,
Kroatisch Tschantschendorf und Punitz, während
die Jakobikirche als Pfarrkirche der Deutschen,
und die Augustinerkirche (hier wurde 1648 das
Franziskanerkloster errichtet) als Pfarrkirche
der Ungarn diente. Auch die Toten aus
Kleinmürbisch wurden bis zur Errichtung eines
eigenen Friedhofes im Jahr 1822 in St. Nikolaus
bestattet.
1580 1633 waren die Priester von St. Nikolaus
Lutheraner, ab 1649 Priester des
Franziskanerordens aus Güssing.
Die alte Kirche befand sich inmitten des
Friedhofes. Nach einem Feuer 1897, das die
Kirche bis auf die Grundmauern zerstörte, wurden
diese niedergerissen und die neue Kirche an
ihrem heutigen Platz aufgebaut.
Weiters befand sich in St. Nikolaus auch eine
Schule, die bis zum Jahr 1824 auch von den
Kindern aus Kleinmürbisch besucht wurde.
Radweg: Durch die Ortschaft führt der
Radweg B 61 - Wildparkradweg.
Weblink:
www.st-nikolaus.com
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