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Güssing (Ungarisch Németújvar Kroatisch Novi Grad):

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Burg Güssing: Die Burg Güssing hat ihr romantisches und ruinenhaftes Gepräge erhalten können und trägt ihren Ruf als eine der schönsten Burgen Österreichs zu Recht.

Sie wurde bereits 1157 als hölzerne Wehranlage errichtet und dann im 13. Jh. zu einer mächtigen Steinburg ausgebaut. Im Lauf der Geschichte wurde die Burg 1524 den Batthyánys zugesprochen, die die Burg zu einem kulturellen Zentrum machten.

Heute ist sie das ideale Ausflugsziel für Familien, weil sie allen Altersgruppen etwas zu bieten hat. Als Attraktion ganz besonderer Art gilt der Aufstieg auf den erst kürzlich begehbar gemachten Glockenturm, von dem aus man einen herrlichen Panoramablick bis in die pannonische Tiefebene genießen kann und die jährlich im Juni/Juli stattfindenden Burgspiele im Burghof.

Franziskanerkloster: Das Franziskanerkloster wurde 1648/49 von Graf Adam Batthyány I. gestiftet. Das Franziskanerkloster, befindet sich am Hauptplatz in Güssing und war früher auch ein Eckpfeiler der Stadtbefestigung von Güssing.

Das Kloster beherbergt auch eine wertvolle Bibliothek mit fast 3500 Büchern. Das älteste Buch ist ein auf Pergament geschriebenes Messbuch aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. 211 Inkunabeln (Frühdrucke und Wiegendrucke) geben Auskunft über frühere Druckereitätigkeiten in Güssing. Auch Werke von Carolus Clusius, gedruckt von Johannes Manlius, befinden sich in der Klosterbibliothek.

St. Jakob-Kirche: Die Pfarre St. Jakob ist eine der ältesten Pfarren des Burgenlandes und wurde im 12. Jhdt. von den Benediktinern gegründet. 1198 wurde ein "Pesbyter Jakobus" als erster Pfarrer urkundlich erwähnt. In der Zeit der Reformation wirkten hier verschiedene protestantische Pastoren. Im Jahr 1634, nach Ausweisung der Protestanten, wurde die Pfarre dem kath. Priester Michael Lonyi, 1638 den Franziskanern zur Betreuung übergeben. Die St.-Jakobs-Kirche ist bis heute offiziell die Pfarrkirche von Güssing. Bedingt durch ihre Größe und eher ungünstige Lage, werden die meisten pfarrlichen Angelegenheiten in der Klosterkirche erfüllt. Die Jakobskirche wird als Friedhofskirche genützt. Sie wurde in den Jahren 1749, 1846, 1941/42 und 1962 bis 1964 restauriert.

       

Silvia und Günter Nikles
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