21. Floridsdorf

Wie man in der Abbildung erkennen kann ist das Floridsdorfer Wappen sechsgeteilt. Auf dem Wappenschild wurden die Wappen der früher selbstständigen Gemeinden Floridsdorf, Großjedlersdorf, Jedlesee, Leopoldau, Stammersdorf, Strebersdorf zusammengeführt. Die sechs Wappen werden wie folgt zugeordnet ... weiter

Floridsdorf ist der 21. Wiener Gemeindebezirk.

Die ersten Besiedlungen in diesem Gebiet gab es bereits in der Jüngeren Steinzeit (ca. 4000 bis 2000 v.Chr.) Es wurden Steinbeile und Topfreste aus dieser Zeit gefunden und man geht davon aus, dass es Jäger waren, die erstmals in diesem Gebiet siedelten. In der Gegend von Leopoldau wurden Waffen und Schmuck aus Bronze gefunden die auf eine Besiedlung hindeuten. Diverse Gegenstände sind im Bezirksmuseum heute zu besichtigen. Um 500 v.Chr. kamen Kelten in das Gebiet des heutigen Floridsdorf, verloren aber als die Römer kamen wieder ihren Einfluss. Lange Zeit war das Gebiet Niemandsland, eine Pufferzone zwischen Römern und Germanen, und es kam hier auch immer wieder zu Kämpfen zwischen beiden Völkern.

Nach dem Ende der Römerherrschaft zog es Langobarden, Awaren und Slawen in dieses Gebiet. Die Awaren wurden später von Karl dem Großem Besiegt und so zogen Bayern in das Land, um wiederum von den Magyaren vertrieben zu werden. Um 1000 n.Chr. wurden die Babenberger in diesem Gebiet wieder eingesetzt und es gab 1014 die erste urkundliche Erwähnung des Floridsdorfer Stadtteils Jedlesee, damals Outcinesse (See des Uz) genannt.

Lange Zeit konnte die Donau nur mit Fähren überquert werden, erst um 1500 wurde die erste Donaubrücke errichtet. An der Stelle der heutigen Floridsdorfer Hauptstraße beim Wasserpark wurde die erste Holzbrücke (Taborbrücke) errichtet, über einen weiteren kleinen Donauarm führte das Kuhbrückl. An der Gabelung der Hauptstraße nach Böhmen und Mähren (Am Spitz) entstand die neue Ansiedlung Floridsdorf.

Floridsdorf hieß zunächst Am Spitz und wurde später nach dem Klosterneuburger Abt Floridus Leeb, der 1786 Liegenschaften des Klosters an 26 Siedlerfamilien abgegeben hatte, benannt. Durch die Industrialisierung, wandelte sich das ursprünglich stark von der Landwirtschaft geprägte Floridsdorf in kurzer Zeit so stark, dass es am 8. Mai 1894 mit den Ortschaften Donaufeld, Jedlesee und Neu-Jedlersdorf zur Großgemeinde Floridsdorf zusammengeschlossen wurde. Die Dampftramway und die Nordwestbahn haben ihr Stück zur Industrialisierung beigetragen. Heute zeigt eine Erinnerungsplatte in der Station Floridsdorf, dass am 23. November 1837 mit der Eröffnung des ersten Teilstückes der Kaiser-Ferdinand-Nordbahn zwischen Floridsdorf und Deutsch-Wagram, das Eisenbahnzeitalter in Österreich begann.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gab es auch Bestrebungen, Wien reichsunmittelbar zu machen und so vom Kronland Österreich unter der Enns (Niederösterreich) abzutrennen. In diesem Fall wäre Floridsdorf als Hauptstadt Niederösterreichs vorgesehen gewesen.

1904 wurde Floridsdorf mit den Ortschaften Jedlesee, Großjedlersdorf, Donaufeld, Leopoldau, Kagran, Hirschstetten, Stadlau und Aspern, 1910 auch Strebersdorf zu Wien eingemeindet. Durch die Gründung des neuen Bezirks Donaustadt 1938 verlor Floridsdorf Kagran, Stadlau, Hirschstetten, Aspern und die Lobau. 1954 wurden die Grenzen zu Niederösterreich und Donaustadt wieder neu gezogen und Stammersdorf eingemeindet.

Sehenswertes & Interessantes in Floridsdorf:
1. Wiener Fischereimuseum - Angelibad - Angstenkreuz - Appelhof - Beethoven-Gedenkstätte - Beethovenweg - Bezirksmuseum Floridsdorf - Bielerhof - Bisamberg - Bittsäule - Blut-Christi-Kirche - Bombardier Rotax Wien - Bunker Gerichtsgasse - Donauinsel - Donauinsel-Kirschenhain - Donauregulierung - Donauzentrum - Dreifaltigkeitssäule - Eichendorff-Denkmal - Elisabethhöhe - Emauskapelle - Franz-Bretschneider-Hof - Floridsdorfer Brücke - Floridsdorfer Hallenbad - Floridsdorfer Markt - Floridsdorfer Spitz - Franz Jonas-Europaschule - Franz-Joseph-Jubiläumssäule - Friedhof Großjedlersdorf - Gasturbinenkraftwerk Leopoldau - Große Moschee - Großfeldsiedlung - Hallenbad Großfeldsiedlung - Herrenholz - Hirtenkreuz in Stammersdorf - Hl. Blut Christi" Kirche - Israelitischer Friedhof - Jagdschloss Magdalenenhof - Jedleseer Friedhof - Jubiläumssäule - Jüdischer Friedhof - Karl-Seitz-Hof - Kirche Maria im Elend - Kirche "Maria Königin" - Kirche St. Nikolaus zu Stammersdorf - Kirche St. Leopold im Donaufeld - Klosterkirche der Schulbrüder - Kugelkreuz - Leopoldauer Friedhof - Leopold-Stroh-Sportanlage - Lokomotivfabrik Floridsdorf - Margarete-Schütte-Lihotzky-Hof - Marchfeldkanal - Maria-Theresien-Schlössl - Mautner Schlössl - Moschee am Hubertusdamm - Musikschule Floridsdorf - Neue Donau - Nordbahnbrücke - O'Brien-Denkmal - Pädagogische Akademie - Paul Grüninger-Schule - Paul-Speiser-Hof - Pestmarterl - Pfarre Heiligeskreuz - Pfarrkirche Don Bosco - Pfarrkirche Gartenstadt - Pfarrkirche "Hl. Leopold" - Pfarre Leopoldau - Pfarre Maria Himmelfahrt (Nordrandsiedlung) - Pfarrkirche Jedlesee - Pfarrkirche Maria-Loretto - Pfarrkirche "zum hl. Karl Borromäus" - Rosa-Weber-Hof - Schlingerhof - Schlingermarkt - Schloss Rendezvous - Schloss Strebersdorf - Schulbrüderkirche - Schulzentrum der Schulbrüder - Siegfried-Marcus-Berufsschule - Sildhaus - Sportanlage Schwarzlackenau - Stammersdorfer Alte Schanzen - Stammersdorfer Zentralfriedhof - Statue des hl. Leopold - Statue des hl. Nepomuk - Statue der Maria Loretto - Strebersdorfer Friedhof - Strebersdorfer Pfarrkirche - Theater Bühne 21 - Trillerkreuz - Van Swieten-Kaserne - Wasserbehälter Bisamberg - Wasserpark - Weisselbad (geschlossen)